Neues Vorstandsmitglied, aber dennoch Personalsorgen

Am Freitag, 12. August 2011, fand die 77. ordentliche Hauptversammlung des FC Heimberg statt. Die Vereinsmitglieder wurden über die Geschehnisse der vergangenen Saison informiert und wählten ein neues Vorstandsmitglied.

Pünktlich um 19:00 Uhr begrüsste Andreas Krähenbühl die zahlreichen HV-Teilnehmer in der Aula in Heimberg zur 77. ordentlichen Hauptversammlung. Bei seiner ersten HV als Präsident führte Krähenbühl gewohnt souverän durch den Abend, so dass diese bereits nach 75 Minuten für beendet erklärt worden konnte. 

Im Präsidentenbericht blickte Krähenbühl zurück auf die vergangene Saison und sein erstes Jahr als Vereinspräsident. Im ersten Jahr nach dem grossen Umbruch mit einigen Rotationen im Vorstand fügte sich die Vereinsleitung relativ schnell gut zusammen, so dass die Tagesgeschäfte von Beginn weg so professionell wie möglich angegangen werden konnten.
 

Umbruch in den Aktivmannschaften

Nachdem das Trainergespann Michael Ueltschi und Rajko Obradovic kurz vor Ende der Saison 2009/2010 zurücktrat, konnten mit Matthias Meyer und Reto Hodel letzte Saison zwei verdiente Heimberger die Nachfolge übernehmen. Mit einer sehr jungen Mannschaft (Durchschnittsalter in den meisten Spielen um 20 Jahre) wollte sich das Fanionteam anfangs Saison keine unrealistischen Ziele setzen. So kam es dann auch, dass der Saisonstart gänzlich misslang. Doch abgesehen davon konnte sich das Team stetig steigern, und am Ende der Saison schaute der beachtliche vierte Rang dabei raus. Besonders bemerkenswert: In den 22 Saisonspielen wurden 40 Punkte erspielt und dabei 60 Tore geschossen - soviele wie seit vielen Jahren nicht mehr!

Ebenfalls im Hinblick auf die vergangene Saison wechselten viele Spieler aus der ersten Mannschaft ins zweite Team. Nach anfänglicher Zuversicht musste man schnell feststellen, dass der Unterschied zwischen der 3. und der 4. Liga doch nicht so gross ist, so dass aus diesen Wechseln kein richtiger Vorteil gezogen werden konnte. Dennoch sicherte sich die 4. Liga a Mannschaft einen Rang im Mittelfeld.

Bei der 2009/2010 in die 4. Liga aufgestiegenen dritten Mannschaft wusste man vor Saisonbeginn nicht genau, was zu erwarten war. Ähnlich wie die zweite Mannschaft wechselten sich vielversprechende Erfolge mit weniger erfreulichen Niederlagen ab. Dennoch ist es beachtlich, dass sich die 4. Liga b Mannschaft im Jahr nach dem Aufstieg aus der 5. Liga schnell von den Abstiegsplätzen lösen konnte und ebenfalls im gesicherten Mittelfeld ihrer Gruppe die Saison abschliessen konnten.

Die kurioseste Saison hatten vermutlich die Senioren. Nach einer enttäuschenden Vorrunde, welche man auf dem zweitletzten Tabellenplatz abschloss, folgte ein stetiger Steigerungslauf in der Rückrunde. Sieg um Sieg konnte erspielt werden, und im allerletzten Saisonspiel setzte man sich schliesslich an die Tabellenspitze, was sogleich der Aufstieg in die Meistergruppe bedeutete!

Im Hinblick auf die neue Saison kann erstmals wieder eine Veteranenmannschaft für den Meisterschaftsbetrieb gemeldet werden. Dank den 13 Spielern, welche im Sommer vom FC Hünibach zum FC Heimberg wechselten, wird somit neu auch wieder bei den Veteranen um Punkte gespielt. Selbstverständlich bleiben daneben weiterhin die Super-Veteranen bestehen, welche auch in Zukunft mehrheitlich zum Plausch und gemütlichen Zusammensein Fussballspielen werden.
 

Iwan Brawand neu im Vorstand

Im Hinblick auf die grosse Dressbeschaffung, bei der sämtliche Mannschaften mit neuen blau-schwarzen Dresses ausgestattet werden, wurde eine alte Idee wieder aufgegriffen: Es wurde wieder eine Werbegruppe ins Leben gerufen. Unter der Aufsicht von Daniel Niedermann als Vize-Präsident formierte sich diese Gruppe in der vergangenen Saison und hat bereits erstaunliche Resultate erzielt. So ist es zum Beispiel möglich, dass zum Meisterschaftsstart hin (fast) jedes Trikot mit einem Dresswerber bestückt werden konnte. Der FC Heimberg ist froh, mit Iwan Brawand nun einen neuen Leiter der Marketinggruppe gefunden zu haben. Brawand wurde an der Hauptversammlung sogleich auch neu in den Vorstand gewählt.
 

Fehlender Leiter des Spielbetriebs

Auf ein weniger erfreuliches Ereignis musste der Präsident hinweisen, als es um das SPIKO-Wesen ging. Rund um Ostern 2011 trat Markus Meer von seinem Amt als SPIKO-Präsident zurück und sorgte dadurch für hektische Zeiten im Hauptgeschäft des Vereins. Da auf die Schnelle kein Ersatz gefunden werden konnte, übernahm Krähenbühl nebst der Vereinsleitung auch dieses Amt interimistisch, damit der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Da auch bis zur Hauptversammlung kein neuer SPIKO-Präsident gefunden werden konnte, amtet Krähenbühl weiterhin in dieser Doppelfunktion, was ein grosses Risiko für den Verein bedeutet, sollte er mal unverhofft ausfallen. Aus diesem Grund werden nun die Mitglieder in die Pflicht genommen: Wer bereit ist, sich in diese Funktion einzuarbeiten, oder eine entsprechende Person kennt, soll sich mit dem Vorstand in Verbindung setzen. Generell freut sich der Verein über jede helfende Hand, denn nur zusammen kann der FC Heimberg längerfristig gesund leben.
 

Zufriedenstellender Abschluss in der Jahresrechnung 2010/2011

Der letztes Jahr in den Vorstand gewählte Leiter Finanzen, Martin Nussbaum, erläuterte die Jahresrechnung der vergangenen Saison. Statt des budgetierten Gewinns von rund Fr. 2000.- schliesst dieser mit knapp Fr. 1000.- leicht unter dem Budget ab. Die auffälligsten Abweichungen vom Budget ergeben sich unter anderem bei den Mindereinnahmen im Klubhaus-Restaurant, den höheren Kosten für das Powerweekend 2010, der Überführung des Neubaus Garderobentrakt in den ordentlichen Vereinsbetrieb, sowie aufgrund der enorm angestiegenen Spielerbussen zulasten des Vereins. Hier stellt sich Nussbaum die Frage, ob man für die Zukunft die Beteiligung der Spieler an den Bussen überdenken müsste.
Dennoch darf die Jahresrechnung im ersten Jahr nach dem Neubau als zufriedenstellend betrachtet werden. Auch die Revisoren sind mit der vorbildlichen Buchführung sehr zufrieden und schlagen der Hauptversammlung vor, die Jahresrechnung 2010/2011 zu genehmigen.

Das Budget für die neue Saison sieht einen bescheidenen Gewinn in der Höhe von Fr. 500.- vor. Besonders belasten wird das Budget die Anschaffung von neuem Trainingsmaterial sowie voraussichtlich höhere Verbandsbussen, da der FC Heimberg nicht genügend Schiedsrichter melden kann. Auch hier besteht akuter Handlungsbedarf.
 

Ausblick auf die neue Saison

Andreas Krähenbühl merkte an, dass es zwar immer leicht ist, einzelne Personen und deren Arbeit zu kritisieren. Dennoch leistet jedes Vereinsmitglied seinen eigenen wertvollen Einsatz für den Verein. Es könne also nicht schaden, einander gelegentlich "Merci" für die geleistete Arbeit zu sagen. Nun gilt es, die Vakanzen im Verein möglichst schnell zu besetzen und weiter am Ball zu bleiben. Der Meisterschaftsstart ist am Samstag, 13. August 2011.

FC Heimberg