Sicherlich konntet ihr es kaum erwarten zu erfahren, was in der Rückrunde der Saison 2009/2010 der 3. Mannschaft alles geschehen ist. Es ist den meisten Leserinnen und Lesern hoffentlich bekannt, dass unsere Mannschaft sich nach einer tollen Vorrunde als Herbstmeister in die Winterpause verabschiedet hat. Mit viel Leidenschaft, Einsatz, teilweise spektakulären Spielzügen und natürlich auch dem nötigen Quäntchen Glück, überzeugen wir unsere Anhänger und mauserten uns zu einem Angstgegner unserer Konkurrenten.
Im Trainingslager, über welches wir euch im vergangenen Cluborgan berichtet haben, wurde der Mannschaft allmählich klar, dass wir in der Rückrunde die Gejagten sein würden. Das Ziel sämtlicher gegnerischen Mannschaften würde mit grösster Wahrscheinlichkeit darin liegen, uns im Aufstiegskampf ein Bein zu stellen. Mit dieser Rolle mussten wir uns wohl oder übel anfreunden und lernen, damit umzugehen. Dies, obwohl unser Bestreben in Vergangenheit meist darin bestand, dem Tabellenleader das Leben möglichst schwer zu machen. Unsere Saisons waren meist von unglaublichen Aufholjagden geprägt.
Konnten wir dieser neuen Aufgabe gerecht werden. Wie würde sich die 3. Mannschaft des FC Heimberg unter Druck verhalten?
Nach dem Trainingslager, welches wir vom 25. bis 28. Februar 2010 am Gardesee bestritten, nahm unsere Mannschaft umgehend das Training auf. Trainer Teuscher legte den Fokus vermehrt auf die Verbesserung unserer technischen Fähigkeiten, welches nicht zuletzt auch unser Zusammenspiel verbessern sollte. Das Ziel lag darin, fürs erste Spiel gegen den AS Ital Fulgor aus Belp bereit zu sein.
Unsere Mannschaft befand sich bis zu diesem Datum in einer bescheidenen Form. Aus diesem Grund kam für uns die Absage des ersten Meisterschaftsspiels aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse sehr gelegen. Petrus verschaffte uns, da sich noch das Osterwochenende dazwischen befand, eine zweiwöchige Galgenfrist bis zum Spiel am 11. April 2010 gegen den SCI Gloria auf dem Waldgarten.
Unsere anfängliche Nervosität wurde an diesem Apriltag von Gloria eiskalt bestraft. Nach wenigen Minuten brachte sich Gloria mit einem verwandelten Penalty mit 0:1 in Führung. Oli von Gunten erwischte glücklicherweise einen super Tag und brachte uns mit seinen zwei Toren wieder ins Spiel bevor Hertig und Müller (mittels Penalty) den Sack zu unseren Gunsten definitiv zumachten.
Mit nur gerade elf Spielern traten wir am darauffolgenden Sonntag in Gümligen gegen Stella Azzurra an. Senior Fisch und Goalie der 2. Mannschaft Eng stellten sich an diesem Sonntag zur Verfügung, damit wir das Spiel nicht Forfait werten lassen mussten. Die Kernen Brüder erwischen einen wunderbaren Start und erspielten unserer Mannschaft nach wenigen Minuten die Führung. Nachdem ein gegnerischer Mittelfeldspieler mit einem etwas glücklichen Distanzschuss, welcher eigentlich als Flanke gedacht war, den Anschlusstreffer erzielte, gelang uns kurze Zeit später der Führungstreffer. Diese Führung bauten wir mit jeweils schönen Toren (wuchtiger Kopfball von Kopfballmonster Fisch) aus. Auch die mehr als fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen konnten uns den Sieg schliesslich nicht mehr streitig machen. Das Endresultat lautete 2:5.
Es folgte das Spiel gegen den FC Oberdiessbach, in welchem wir unsere Klasse aufblitzen liessen und mit schnellen Spielzügen über die Flügel zu Torchance kamen, welche unsere Offensivspieler meist eiskalt abschlossen. Wir gewannen mit 5:0.
Nach diesen zwei Partien sollte bereits der Spitzenkampf folgen. Zu Hause empfingen wir den FC Ilirida, der sich in den ersten Spielen keine Blösse gegeben hatte und ohne Punktverlust blieb. Die Atmosphäre war sehr angespannt und beide Mannschaften wollten den Schaden vor der grossen Zuschauerzahl in Grenzen halten. Das Spiel begann von beiden Parteien verhalten. Die Spielanteile lagen leicht auf unserer Seite. Trotzdem war es überraschend, als Chamoun nach gerade mal drei Minuten mit einem Schuss aus spitzem Winkel für den Führungstreffer sorge. Es folge ein verbissenes Spiel, in welchem keine Mannschaft der anderen etwas schenken wollte. Vor allem in den letzten 10 Minuten erhöhte Ilirida den Druck noch einmal, doch unsere Abwehr hielt den Iirida Angriffen wie eine Mauer stand und wir holten die verdienten drei Punkte. So richtig freute sich aber die Mannschaft nicht. Mittelfeldmotor Bachmanns Kreuzbandriss hinterliess einen bitteren Nachgeschmack und sollte uns in den nächsten Spielen vor grössere Probleme stellen.
Mit gestärktem Selbstvertrauen reisten wir eine Woche später nach Bern zum FC Logos. In der ersten Halbzeit forderte der FC Logos unsere Defensive, welche der Aufgabe aber gewachsen war. In der Offensive sorgte Chamoun für beide Treffer.
Vor dem Spiel gegen den FC Wattenwil, empfingen wir den FC Rot-Schwarz, welcher sich für dieses Spiel etwas verstärkt hatte. Auf unserer Seite ersetze Chamoun den verletzten Bachmann im zentralen Mittelfeld. Chamoun löste seine Aufgaben wie gewohnt souverän und setzte die Stürmer gekonnt in Szene. Wir besiegten den FC Rot-Schwarz mit 4:1 und bereiteten uns auf das Spiel am folgenden Donnerstag gegen den FC Wattenwil vor.
Spiele unter der Woche zählen nicht zu unseren Stärken. Dies war bereits vor dem Spiel erkennbar. Die Spieler wirkten müde und erschöpft. Wir schafften es in den 90 Minuten nie, den verstärkten FC Wattenwil unter Druck zu setzten und mussten uns am Ende des Spiels geschlagen geben. Anscheinend war eine Niederlage nicht genug. Radivojevic riss sich gegen Ende des Spiels ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband und fällt wie Bachmann mindestens ein halbes Jahr aus.
Allen Personalsorgen zum Trotz, reisten wir mit zwei Spielern aus der 2. Mannschaft und Stähli aus der 1. Mannschaft zum Derby gegen den FC Steffisburg. Das sehr kleine Spielfeld bereitete uns zu Beginn der Partie grosse Probleme. Unser Spiel über die Seiten sowie das schnelle Konterspiel über unsere schnellen Stürmer war auf diesem Platz schlecht möglich. Dennoch gelangen uns an diesem Sonntag gegen Schlusslicht Steffisburg acht Tore.
Wieder stand ein Spiel unter der Woche an. Es handelte sich hierbei um das Nachholspiel gegen den AS Ital Fulgor. Mit gerade einmal elf Spielern, darunter einen Angeschlagenen, zeichnete sich schon früh ab, dass ein Sieg sehr schwierig sein würde. Die 1. und 2. Mannschaft konnten uns keine Spieler mehr zur Verfügung stellen und die Senioren bestritten selbst ein Meisterschaftsspiel. Leider standen uns für diesen Mittwoch auch keine A-Junioren zur Verfügung, welche uns das Leben sicherlich erleichtert hätten. Obwohl uns Speedy mit einem schönen Kopfballtreffer nach wenigen Minuten in Führung brachte, reichten unsere Kraftreserven zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht mehr, um die Führung über die Zeit zu bringen. Der AS Ital Fulgor drehte das Spiel und gewann am Ende verdient mit 3:1. Der gesamte FC Ilirida war an diesem Spiel anwesend und feuerte den AS Ital Fulgor verständlicherweise an. Mit Fairness hatte dies jedoch wenig zu tun, wurden unsere Spieler zum Teil aufs Übelste beleidigt und beschimpft. Der Schiedsrichter hatte zudem auch seinen Beitrag geleistet und drohte während unserer Führung stets mit dem Abbruch der Partie. Seltsamerweise wollte der „Unparteiische“ von einem Abbruch nichts mehr wissen, als wir im Rückstand lagen. Es war ein turbulentes Spiel, welches der AS Ital Fulgor am Ende aber verdient gewann.