Das zweite Training von unserem „Eis“ stand unter dem Motto wir wollen hoch hinaus. Trotz Gewitter und Hagel in Heimberg fuhren wir mit 4 Autos Richtung Kandertal. In Mülenen (693 m.ü.M.) angelangt schien glücklicherweise die Sonne und die Temparatur war mit 22 Grad Celsius einigermassen erträglich. Also verhinderte nichts mehr den Start zum Jogging Richtung Niesen-Kulm.

Schon bald floss der Schweiss in Strömen und an den wenigen Brunnen, an denen wir vorbei kamen, floss das Wasser nur tropfenweise. Pascal Eng war so durstig, dass er sich zwischen die Kühe drängte und aus ihrer wassergefüllten Badewanne mit trank. Es würden verschiedene Wege nach oben führen, wieso die Jungs unbedingt immer die steilsten Pfade wählten ist mir ein Rätsel. Die ersten Regentropfen nach ca. 45 min. Laufzeit waren ein Geschenk des Himmels. Als dann aber Blitz und Donner kombiniert mit heftigem Wind einsetzte wurde es ziemlich ungemütlich. Der Wille zu einer Tempoerhöhung war in dieser Phase riesengross, nur wo blieben die Kräfte dazu? Die Waden brannten. Endlich, jedoch immer noch weit weg erblickten wir eine Sennhütte. In weiter ferne erblickte die 3-er Besentruppe mit den etwas erfahrenen FC Heimbergern zwei Typen, die wohl auch zu unseren verrückten 3627 gehören musste. Bei der Sennhütte angekommen wurden wir vom Senn äusserst freundlich empfangen und mit frischem Wasser versorgt. Zudem war er bestens im Bild über die Zwischenrangliste, unser Rückstand war beträchtlich und wohl nicht mehr aufzuholen. Ab hier waren es bis zur Mittelstation Schwandegg (1670 m.ü.M.) nur noch 5min., wo wir mit Applaus von der jüngeren Garde empfangen wurden. Die schnellsten schafften die Tausend Höhenmeter in gut einer Stunde! Aufgrund der unsicheren Wetterlage entschieden wir uns den Gipfel nicht zu erklimmen. Trotzdem, es war ein toller Abend und ein super Einsatz. Hoffentlich können die Jungs die Eindrücke in die Saison mitnehmen und dort zu Gipfelstürmern werden!

Bereits am Samstag geht es weiter mit dem 1. Trainingsspiel. Anpfiff ist um 15.00 im Lerchenfeld. Wir werden sehen, ob den Spielern die Umstellung von Alpweiden und Walwegen über Stock und Stein gelingen wird. Hoffentlich sind auch einige Zuschauer mit dabei, die Jungs haben es verdient!
Bericht: Markus Meer