FC EDO Simme – FC Heimberg, 29.04.2017

29.04.2017; 16:00 Uhr; Meisterschaftsspiel 17. Runde

FC EDO Simme – FC Heimberg 2:8 (1:5) 

Tore: 15. Adili (EDO); 18. Wieland; 21. Wieland; 37. Wittwer D.; 41. Jegerlehner; 44. Beck; 60. Adili (EDO); 63. Wieland; 71. Wieland; 79. Leu

Aufstellung: Appert, Fischer, Schober, Wittwer D., Gurtner A., Beck, Frosio, Aeschbacher, Wieland, Jegerlehner,

Gurtner M.

Ersatzbank: Dummermuth, Leu, Schneider, Studer, Wittwer J.

FCH ohne: Da Costa, Stucki F., Mohr, Tripod, Stucki A., Keller, Fahrni

Verwarnungen FCH: –


Nach zwei Erfolgen in Serie bot sich der Truppe von Jürg Ramseier die lukrative Möglichkeit zum Sieges-Hattrick. Man musste jedoch davon ausgehen, dass dies nicht im Sinne des FC EDO Simme ist. Die etwas in Abstiegsgefahr geratenen Simmentaler sind ihrerseits auf Punkte angewiesen. Soviel zur mutmasslichen Ausgangslage. Wie häufig bei Prognosen von Hobbyexperten oder Wettervorhersagern, kommt es im Enddefekt anders als erwartet.

Im Normalfall gebührt es sich, einen Matchbericht chronologisch anhand der Geschehnisse aufzubauen und besondere Vorkommnisse, wie beispielsweise Tore, detaillierter auszuschmücken. Nun, in diesem konkreten Fall hätte eine solche Vorgehensweise zur Folge, dass der Matchbericht mehr Seiten als das Strafgesetzbuch aufweist. Nicht weniger als 10 Tore wurden den Zuschauern in der Au-Allmend geboten. Da die gütigen Gastgeber von einer gerechten Aufteilung absahen, notierten die Heimberger 2 Treffer im Soll und gleich deren 8 im Haben. Ein Ergebnis, dass in solcher Deutlichkeit nicht zu erwarten wart.

Obschon das Heimteam durch den schnellen Dzevit Adili früh in Führung ging, vermochten die EDO’ler nur selten für Gefahr vor dem appertischen Gehäuse zu sorgen. Auf der Gegenseite stellte allen voran Caspar Wieland die Abwehr immer wieder vor akute Probleme. In gewohnter Manier spulte der Kenenisa Bekele von Heimberg Kilometer um Kilometer ab. Und es schien, als habe die Nummer 8 das Jagdpatent 2017 endlich mit im Gepäck. Innert wenigen Minuten drehte Wieland mit zwei Toren die Partie.

Es kam gar noch besser für den FCH. Mit einem unkonventionellen Nasenball erhöhte Dominique Wittwer auf 3:1. In dieser Situation kam dem kopfballstarken Teilzeitkubaner zu Gute, dass er im Strafraum der Einheimischen mehr Raum als donnerstags im Camino vorfand. Bis zum Pausenpfiff schraubten die in der Rückrunde sehr treffsicheren Christoph Jegerlehner und Patric „Parjeo“ Beck das Score sogar noch weiter in die Höhe. Es schien, als haben die Heimberger einen dieser Tage erwischt, an denen einem einfach alles gelingt.

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Lokalmatadore den besseren Start. Wiederum entwischte der auffälligste EDO-Spieler, Dzevit Adili, der Hintermannschaft und markierten seinen zweiten Volltreffer. Einer nervenaufreibenden Aufholjagd vorbeugend, schickte die SOKO Heimberg nochmals ihren besten Spürhund ins Rennen. Mit einer beeindruckenden Präzision witterte Windhund Wieland sämtliche Fährten, so dass er binnen wenigen Minuten zweimal den Ball aus kürzester Entfernung nur noch über die Linie drücken musste. Spätestens jetzt war die Partie endgültig entschieden.

Den Schlussstand von 8:2 besorgte David Leu. Für den Jungspund war es der erste Treffer in der laufenden Kampagne. Hoffen wir, dass der grossgewachsene Aussenspieler noch genug von seinem Konfirmationsgeld übrig hat, um seine Premieren-Harasse zu berappen.

Unter dem Strich resultiert ein klarer und diskussionsloser Sieg für die Équpie vom Waldgarten. Die arg verletzungsgebeutelten Simmentaler konnten dem FCH nur phasenweise Paroli bieten. Obschon die 3 Punkte zweifelsohne verdient erspielt wurden, wäre übermässige Selbstgefälligkeit fehl am Platz. Am kommenden Samstag wartet mit dem FC Dürrenast ein Gegner der den Blau-Schwarzen erfahrungsgemäss alles abverlangen wird. Die Partie startet wie gewohnt um 16.00 Uhr auf dem heimischen Waldgarten. Bis dann!

#9 Pascal Dummermuth