FC Heimberg – FC Dürrenast, 06.05.2017

06.05.2017; 16:00 Uhr; Meisterschaftsspiel 18. Runde

FC Heimberg – FC Dürrenast 0:0 (0:0) 

Tore: –

Aufstellung: Appert, Fischer, Schober, Wittwer D., Gurtner A., Beck, Frosio, Aeschbacher, Wittwer J., Wieland, Jegerlehner

Ersatzbank: Gurtner M., Leu, Schneider, Stucki A., Tripod

FCH ohne: Da Costa, Dummermuth, Fahrni, Keller, Mohr, Stucki F., Studer

Verwarnungen FCH: Beck


Schon lange vor Anpfiff der 18. Meisterschaftsrunde begann der Himmel über Thun zu weinen. Starker Regen und kühle Temperaturen verwandelten den Waldgarten in eine Art Craven Cottage-Miniatur. Gummistiefel und Stollenschuhe ersetzten Sonnencreme und Sandaletten. Passend zum englischen Wetter, freuten sich die Schaulustigen am Seitenrand auf eine beherzte Grätscherei.

Noch vor Wochenfrist beklagte sich der Schreiberling an selber Stelle über die Vielzahl von Toren, da keine Matchberichte im Umfang der Herr der Ringe-Trilogie vorgesehen sind. Seit letztem Samstag wissen wir nun, dass die Fussballgötter den FCH-Newsletter abonniert haben und eng mit dem Karma zusammenarbeiten.

Bereits in den ersten zehn Minuten boten sich den Einheimischen gute Möglichkeiten das Score zu eröffnen. Leider gelang es den Blau-Schwarzen nicht die verheissungsvollen Chancen in Bares umzumünzen. In der Folge gelang es dem FC Dürrenast sich besser auf den Gegner einzustellen. Obschon die Heimberger mehrheitlich in Ballbesitz waren, gelang es ihnen nur selten für Torgefahr zu sorgen. Die zunehmend schwierigen Platzverhältnisse spielten den Gästen zudem in die Karten. Das Schwimmbecken Waldgarten liess ein gepflegtes Kombinationsspiel kaum zu. Besonders auffällig agierte der lauffreudige Joel Wittwer. Der vom Schwimm- und Planschverein Neufundland mit dem Tintenfischabzeichen prämierte Dribbler, präsentierte nahezu sein ganzes Repertoire an Kabinettstücken.

Um das rustikale Handwerk kümmerten sich die Abrissbirnen Dominic Aeschbacher und Patric Beck. Während erstgenannter noch bis Ende 2026 von seiner (notabene fairen!) Doppelgrätsche träumt, wird letzterer die kommende Partie vom Seitenrand aus verfolgen müssen. Ob das taktische Foul oder der anschliessendem Disput mit dem Unparteiischen ausschlaggebend gewesen ist, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall kassierte Beck nun endgültig seine 4. Gelbe Karte in der laufenden Kampagne und muss somit eine Spielsperre absitzen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Einheimischen nochmal ein Brikett ins Feuer zu werfen. Mit Erfolg. Doch weder ein Abschluss vom jüngeren der Wittwer-Gebrüder noch ein Kopfball von Sturmrakete Caspar Wieland waren vom Erfolg gekrönt. Auf der Gegenseite trauten sich die Gäste nun ab und an näher an den Strafraum. Nach einem Freistoss aus zentraler Position bewahrte Keeper Dario Appert seine Mannen mit einer starken Reaktion vor dem Rückstand. Ansonsten war der Schlussmann etwa gleich beschäftigt wie ein Bundesangestellter am Freitagnachmittag.

Obschon der FCH auch in der zweiten Halbzeit sowohl spielerisch gute Ansätze als auch kämpferisch beherzten Einsatz zeigte, fehlte vor dem gegnerischen Tor die Durchschlagskraft. Wahrscheinlich hätten die beiden Mannschaften an jenem Samstag auch noch 10 Stunden weiterspielen können und es wären keine Tore gefallen. Solche Spiele kennt wohl jeder Fussballer.

Nun heisst es für die Jungs von Jürg Ramseier zügig regenerieren. Bereits am Donnerstag steht mit dem Derby gegen den FC Steffisburg der nächste Kraftakt vor der Tür. Eine spannende Affiche ist garantiert. Das Duell der beiden Tabellennachbarn findet um 20.30 Uhr auf dem Eichfeld in Steffisburg statt. Bis dann.

#9 Pascal Dummermuth