Matchbericht FC Obersimmental – FC Heimberg

Im vorletzten Meisterschaftsspiel 2019 gastierte die Mannschaft von Coach Robert Wyss beim FC Obersimmental. Die Gastgeber aus dem fernen Zweisimmen stecken im brutalen Abstiegskampf der Liga fest. Auf dem Papier somit augenscheinlich wer bei diesem Aufeinandertreffen die Favoritenrolle innehat. Heimberg und die Favoritenrolle harmonieren allerdings ähnlich gut wie Joel Wittwer und lange Hosen – mehr Zweckbeziehung denn Liebesgeschichte. Drehen wir das Rad der Zeit nämlich ein wenig zurück, so wird nicht nur den gewieften Statistikern oder Buchmachern aufgefallen sein, dass der FCH so etwas wie das Robin Hood-Team der 3. Liga ist. Soll heissen: In den letzten Jahren haben die Heimberger häufig gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte starke Leistungen gezeigt und fleissig Punkte gesammelt. Im Gegenzug hat man gegen tabellarisch schlechter positionierte Equipen häufig Punkte liegen lassen. Man nehme den Reichen und gebe den Armen.

Wenig angetan vom Heimberger Wohlfahrtsprogramm forderte das Trainergespann Wyss und Aeschbacher eine konzentrierte Darbietung. Bei Flutlicht und garstigen Witterungsbedingungen sollte die Heimberger Wohltätigkeitssaga keinesfalls um ein Kapitel erweitert werden. Die mahnenden Worte des Staffs waren kaum verhallt, schon ertönten im Zweisimmer Nachthimmel ein erstes Mal Jubelschreie. Etwa 120 Sekunden waren gespielt, als der FC Obersimmental nach einem weiten Einwurf den Führungstreffer erwuselte. Die Heimberger Vorsätze hielten in etwa solange wie ein Diätplan bei Rainer Calmund.